Böden+Beläge

Eingerostet? Nachhaltige Lösungen bei Korrosion in Einstellhallen

Karbonatisierung im Beton ist die Ursache für Korrosionsschäden mit Betonabplatzungen als Folge. In Einstellhallen sind diese ein immer öfter auftauchendes Problem, welchem unterschiedliche Ursachen zu Grunde liegen und die Statik eines Gebäudes nachhaltig schädigen kann. Wird frühzeitig reagiert, können Folgeschäden bei bestehenden Bauten durch eine professionelle Sanierung abgewendet werden, bevor die Statik des Gebäudes irreversible Schäden nimmt und kostspielige Tragwerkverstärkungen unabdingbar werden. Für beides hat die Weiss+Appetito Gruppe das nötige Know How, erfahrenes Personal, sowie die nötigen Maschinen und Geräte und steht dem Kunden frühzeitig beratend und ausführend zur Seite.

Einstellhallen haben diversen Anforderungen und einer hohen Nutzungsdauer standzuhalten. Durch Fahrzeuge eingeschleppte Tausalze sowie die Abgase verursachen eine Karbonatisierung des Betons, was über kurz oder lang zur Korrosion der Bewehrung führt. Die Migros in Chly Wabere und die Coop Filiale in Biberist sahen sich mit diesem Problem konfrontiert und liessen durch Weiss+Appetito den nachhaltigen kathodischen Korrrosionsschutz – kurz KKS – realisieren. Bei einer Instandsetzung durch KKS besteht der erste Schritt im Abfräsen des schadhaften Betons bis auf die Bewehrung. Diese wird anschliessend mittels Korrosionsschutz behandelt. Nach diesem Schritt kommt das kathodische Korrosionsschutz-System (KKS) zum Einsatz. Über die gesamte Hallenfläche wird ein Netz aus Bandanoden gelegt, welche über ein Schutzstromgerät mit der Kathode, der eisernen Bewehrung, verbunden wird. Der so entstehende Elektronenfluss schützt die Bewehrung und den Beton vor Chloridkontamination und somit auch vor Korrosion. Anschliessend wird als Ausgleich ein nach R4-Klasse geprüftes Mörtelsystem eingebaut. Ab diesem Punkt gab es in den beiden Projekten Coop Biberist und Migros Chly Wabere einige interessante Unterschiede. Der Mörtelbelag, welcher nun über das Anodennetz verlegt wurde, musste durch unsere Spezialisten den jeweiligen Bodengegebenheiten angepasst werden.

 

Korrosion
Kathodischer Korrrosionsschutz

 

Während beim Projekt Migros Chly Wabere weiterhin der gängige, dünnflüssige R4 Reprofiliermörtel verwendet werden konnte, verlangten die Gegebenheiten beim Coop Biberist nach einem dickflüssigeren Mörtel, da bei der bestehenden Bodenplatte kein Gefälle vorhanden war. Hierfür eignete sich bestens das hauseigene Produkt Tanarit AM 2000 der Weiss+Appetito AG als wirtschaftlichste Lösung. Mit dem Überzug wurde ein Gefälle mit Verdunstungsrinnen eingebaut.

 

Einbau Migros
Einbau Coop
Einbau Coop

 

Als Endbelag wurde eine OS geprüfte Parkdeckbeschichtung appliziert. In sämtlichen Farben erhältlich, bietet sie langjährigen Schutz und wertet den Belag ästhetisch auf. Bei der Einstellhalle Coop wurden im Rahmen des Projekts auch gleich die Fugen saniert und durch die widerstandsfähige Flüssigfuge Quiflex ersetzt. Beide Projekte wurden bei laufendem Betrieb des Detailhandels und mit minimaler Einschränkung des Kundenverkehrs realisiert. Das KKS-System kann ohne grössere Vibrationen und Lärmemissionen ausgeführt werden und punktet dadurch gegenüber der herkömmlichen Betoninstandsetzung. Dank umfangreicher Vorbereitung und entsprechender Flexibilität der Weiss+Appetito AG wurde das Projekt fristgerecht und in höchster Qualität ausgeführt.

Betoninstandsetzungen und Sanierung mittels dem KKS-System haben grosse Zukunft, können aber auch präventiv im Neubau eingesetzt werden.

Projektdaten

Bauherr                                                                                   
Coop Genossenschaft, Bern, Claudia Fankhauser

Bauleitung
SPI planer und ingenieure AG, Daniel Schreier

Projektleiter
Weiss+Appetito AG, Böden+Beläge, Diego Millal

Bauherr
Migros Aare, Jasmin Luginbühl

Bauleitung
S+B Baumanagement AG, Ivo Schulthess, Harald Grünig

Projektleiter
Weiss+Appetito AG, Böden+Beläge, Bernd Berger

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