Böden+Beläge

Neue Schulhäuser für Bümpliz und Bethlehem

Wird ein Schulhaus saniert, freut man sich als Schüler erst mal nur mässig, da dies bedeutet, dass der Unterricht in einem Ersatzgebäude fortgeführt werden muss. Dies kann in einem alten Nebengebäude sein oder auch in einem provisorischen Container. Die Schüler aus den Schulkreisen Bümpliz und Bethlehem im Westen von Bern haben allerdings keinen Grund, sich über die Ersatzbauten zu beschweren.

Gleich zehn Schulhäuser wurden im 2020 in Bümpliz und Bethlehem saniert. Um diese fehlenden Räumlichkeiten auszugleichen, sind östlich des Brünnenparks in Bern-Brünnen drei provisorische Modulbauten für insgesamt 14 Klassen entstanden.

 

Modulbauten im Westen von Bern

 

Die Anforderungen für den Boden waren ein einfach und schnell zu applizierender Belag, welcher auch noch ästhetisch und robust ist. Die Entscheidung fiel auf den Linoleumbelag: Der Naturbelag, bestehend aus Leinöl, Naturharzen, Kalksteinpulver sowie Kork- und Holzmehl kann ganz einfach auf die Masse des Bodens zugeschnitten werden und wird direkt mit einem Spezialkleber auf den mehrschichtigen Holzboden geklebt. Als Massnahme für das schnellere Applizieren und Demontieren wurde ausserdem die übliche Unterspachtelmasse unter dem Belag weggelassen. Flexibilität und Variation sind zwei der wichtigsten Anforderungen in der Baubranche, und es ist unser Ziel, diese immer zu erfüllen.

 

Linoleumbelag kann ganz einfach auf die Masse des Bodens zugeschnitten werden.
Der Naturbelag wird direkt mit einem Spezialkleber auf den mehrschichtigen Holzboden geklebt.

 

Der Naturbelag aus Leinöl, Naturharzen, Kalksteinpulver sowie Kork- und Holzmehl
Das Ergebnis lässt sich sehen.

 

Zusammen mit der Blumer-Lehmann AG, Spezialisten für modulares Bauen mit Holz, applizierte das Team der Böden+Beläge in einem mehrgängigen Prozess den Linoleumbelag auf die verschiedenen Bodenmodule. Dies passierte zu einem grossen Teil direkt in Gossau während der Produktion. Der Rest des Belages und vor allem die Alu- und Holzleisten wurden dann auf der Baustelle in Bern-Brünnen gelegt.

 

Die mobile Bauart der Zukunft
Modulbauten sind vorfabrizierte Raum- Module, welche individuell zusammengestellt werden können. Man kann sie auch demontieren und an einem anderen Ort wiederaufbauen. Die drei Modulbauten in Brünnen sind 2-geschossig und bestehen grösstenteils aus Holz. Die Blumer-Lehmann AG leitete das Projekt und erstellte in Gossau die Module für die Schulgebäude. Unter einem Modulbau kann man sich vorstellen, dass alle Wand-, Boden- und Deckenelemente im Werk gefertigt, zusammengebaut und bereits dort mit Sanitäranlagen, Lüftungen und weiteren Einrichtungen ausgerüstet werden. Vor Ort werden die Module dann wie eine Art Kartenhaus (Tetris) zusammengebaut.

Vorteile:
+ Flexibilität und Anpassung an Bedürfnisse
+ Nachhaltigkeit durch den optimierten Ressourceneinsatz
+ Kurze Bauzeit und Terminsicherheit durch witterungsunabhängige Produktion
+ Saubere und leise Baustellenarbeit durch den hohen Vorfertigungsgrad
+ Kostengünstig im Vergleich zu Massivbau

Projektdaten

Bauherr
Stadt Bern, Hanspeter Gugger

Generalunternehmer
Blumer-Lehmann AG, Lukas Noser

Projektleiter
Weiss+Appetito AG, Beat Brenzikofer

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